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Virtuelle Maschinen auf Hikube

Die virtuellen Maschinen (VMs) von Hikube bieten eine vollständige Virtualisierung der Hardware-Infrastruktur, um heterogene Betriebssysteme und Geschäftsanwendungen in abgeschotteten Umgebungen auszuführen.

In der Hikube-Konsole verwalten Sie VMs über das Menü Infrastructure > VM Instances: geführte Erstellung, Starten und Stoppen, Änderung der Ressourcen, Disks und des Netzwerks, Löschen.


Was Sie in der Konsole tun können​

AnforderungWo
Eine VM erstellen (Image, Instanztyp, Disks, Netzwerk, SSH-Schlüssel, cloud-init, GPU)VM Instances > Create an Instance
Starten, stoppen, neu startenMenü Actions in der Liste oder Abschnitt Actions auf der Detailseite
Instanztyp wechseln, eine Disk oder eine GPU hinzufügen, offene Ports ändernDetailseite > Edit
Das cloud-init-Skript erneut ausführenReload UserData, dann Restart
Den kopierfertigen SSH-Befehl abrufenDetailseite, Abschnitt Network & Security > SSH Connection
Die VM mit einem privaten Netzwerk verbindenSchritt Network des Assistenten oder Menü Networking (siehe VPC und Subnetze)
Die VM und ihre Disks sichern und wiederherstellenDetailseite, Registerkarte Backups (siehe Backups)

Architektur und Funktionsweise​

Trennung von Rechenleistung und Speicher​

Hikube entkoppelt Rechenleistung und Speicher:

Rechenschicht

  • Die VM läuft auf physischen Servern, die auf 3 Rechenzentren verteilt sind.
  • Fällt der Knoten aus, auf dem sie läuft, wird die VM auf einem anderen Knoten neu gestartet.
  • Die Nichtverfügbarkeit beschränkt sich auf die Dauer des Neustarts.

Speicherschicht

  • Die Disks der VMs werden über mehrere physische Knoten repliziert, im synchronen oder asynchronen Modus (Auswahl pro Disk im Assistenten).
  • Die Disks überstehen Hardwareausfälle und bleiben an die verlagerte VM anbindbar.
  • Sie existieren unabhängig von der VM: Beim Löschen einer VM werden ihre Disks getrennt, aber nicht gelöscht. Sie bleiben im Menü Disks sichtbar (siehe Disks).

Multi-Rechenzentrums-Architektur​


Instanztypen​

Im Schritt Configuration des Assistenten bietet die Konsole drei Serien an. Wählen Sie zuerst die Serie, dann die Größe der Instanz.

Serie Standard (S) — Verhältnis 1:2​

Kostengünstig, für Entwicklung und Tests.

InstanzvCPURAM
s1.small12 GB
s1.medium24 GB
s1.large48 GB
s1.xlarge816 GB
s1.3large1224 GB
s1.2xlarge1632 GB
s1.3xlarge2448 GB
s1.4xlarge3264 GB
s1.8xlarge64128 GB

Serie Universal (U) — Verhältnis 1:4​

Allgemeine Nutzung: Webserver, Anwendungen.

InstanzvCPURAM
u1.medium14 GB
u1.large28 GB
u1.xlarge416 GB
u1.2xlarge832 GB
u1.4xlarge1664 GB
u1.8xlarge32128 GB

Serie Memory (M) — Verhältnis 1:8​

Speicheroptimiert: Datenbanken, Caches.

InstanzvCPURAM
m1.large216 GB
m1.xlarge432 GB
m1.2xlarge864 GB
m1.3xlarge1296 GB
m1.4xlarge16128 GB
m1.8xlarge32256 GB
Auswahlhilfe
  • Entwicklung, Tests, leichte Dienste: Serie S.
  • Web- und Geschäftsanwendungen: Serie U.
  • Datenbanken, Caches, Analytik: Serie M.

Der Instanztyp lässt sich nachträglich über Edit ändern; die Änderung wird beim nächsten Neustart der VM wirksam, den Sie mit Restart auslösen.


Betriebssysteme​

Die System-Disk wird aus einem von Hikube bereitgestellten Image erstellt. Der Assistent zeigt die verfügbaren Images als Karten mit einer Versionsauswahl an:

ImageVersionen
AlmaLinux8, 9
CentOS Stream9, 10
CloudLinux8, 9
Debian12, 13
openSUSE15.6, 16.0
Oracle Linux8, 9, 10
Rocky Linux8, 9, 10
Ubuntu22.04, 24.04
Windows Server2022, 2025

Maßgeblich ist die in der Konsole angezeigte Liste: Sie ändert sich mit den unterstützten Versionen.

Eigenes Image

Ein eigenes Image (ISO oder QCOW2 von einer HTTPS-URL) importieren Sie, indem Sie im Menü Disks eine Disk erstellen. Diese Disk kann anschließend als System-Disk einer neuen VM gewählt werden (Option Existing). Siehe System-Disk aus einem Image erstellen.


Konnektivität und Zugriff​

  • Öffentliche IP: Option Public IPv4 Address, standardmäßig aktiviert. Die VM ist dann aus dem Internet erreichbar.
  • Firewall: Option Enable Firewall, standardmäßig aktiviert. Eingehend sind nur die angehakten Ports geöffnet (standardmäßig 22; optional 80, 443 oder ein beliebiger eigener Port). Ohne Firewall sind alle Ports der öffentlichen IP geöffnet.
  • Private Netzwerke: Die VM kann mit einem oder mehreren VPCs verbunden werden, um privat mit anderen VMs des Projekts zu kommunizieren.
  • SSH: Die Detailseite zeigt den kopierfertigen Befehl ssh <user>@<ip> mit dem Standardbenutzer des Images an. Bei einem benutzerdefinierten Image ist dieser Benutzer nicht bekannt: Die Konsole weist darauf hin, statt einen Befehl anzuzeigen. Der Zugriff erfolgt mit den im Assistenten eingegebenen öffentlichen SSH-Schlüsseln.
  • Windows: Bei der Erstellung wird ein Administratorpasswort generiert und nur ein einziges Mal angezeigt. Der Zugriff erfolgt per RDP.
Serielle Konsole und VNC

Ein Zugriff über serielle Konsole oder VNC wird in der Konsole nicht angeboten; wenden Sie sich an den Support, wenn Sie ihn für eine Diagnose benötigen.


Isolation und Sicherheit​

  • Jedes Projekt ist ein isolierter Bereich: Die VMs eines Projekts sehen die eines anderen nicht.
  • Jede VM läuft in ihrem eigenen Virtualisierungsprozess, der auf Kernel-Ebene isoliert ist.
  • Die Disks können im Ruhezustand verschlüsselt werden (LUKS), Option Disk Encryption bei der Erstellung.

Nächste Schritte​